Alle Jahre wieder kommt es zum Aufschrei der Schulmediziner. Heilpraktiker und komplementäre Behandlungsmethoden, wie eben die Homöopathie, stehen zunehmend mehr in der Kritik.

Ich, Dr. Steffen Fabel Zahnarzt am Cosimapark, möchte daher meine rein persönliche Meinung zur Homöopathie und komplementären Behandlungsmethoden darstellen.

Nähert man sich diesem Thema aus wissenschaftlicher Sicht, wird vor allem die Wirksamkeit einer Potenzierung angezweifelt.

Wo nichts drin ist, kann nichts wirken!

Zur Erklärung: In der Homöopathie wird der Wirkstoff, die sog. Ursubstanz verdünnt und speziell geschüttelt. In der klassischen Homöopathie wird die Wirkung umso höher eingestuft, je mehr sie verdünnt ist.
Eine D10 ist demzufolge zehn Mal um das Zehnfache verdünnt worden. Bei einer  C100 ist der Wirkstoff hundert Mal um den Faktor Hundert verdünnt worden.
An diesem Punkt setzt hauptsächlich die wissenschaftliche Kritik an. Während in niedrigen Potenzen ein Wirkstoff noch nachweisbar ist, kann ab einer Potenz von D9 und darüber hinaus die Ursubstanz nicht mehr nachgewiesen werden.

Komplexität beschreibt Systeme, die mathematisch unvorhersagbar sind.

Homöopathie und komplementäre Verfahren, wie Elektroakupunktur und Bioresonanztherapie, sind meines Erachtens solch komplexe Systeme, die vielleicht zu Unrecht, oder bisher mit den falschen wissenschaftlichen Methoden (stoffliche/arzneiliche Wirksamkeit) vereinfacht wurden.  Nur weil es heute noch nicht erklärbar ist, heißt es nicht, dass es nicht wirksam sein kann.

Es gibt viele Wirkstoffe, wie z. B. Aspirin, die in der Heilung erfolgreich eingesetzt wurden, bevor man das Wirkprinzip wissenschaftlich nachweisen konnte. Auch das Mikrobiom im Darm ist hier so ein Beispiel. Erst nach und nach erkennt man das ausgewogene Zusammenspiel zwischen unseren Körperzellen und den zigtausend Arten von Keimen in unserem Darm.

Andererseits wurde auch lange behautet, die Erde sei eine Scheibe. Diese Behauptung ist zu Recht wiederlegt worden. Verhält es sich mit der Homöopathie genauso?

Wer heilt hat Recht!

Egal ob es bisher noch nicht erforschte Übertragungen von Informationen, oder nur der Placebo Effekt ist, den selbst die Mediziner nicht anzweifeln. Homöopathie und andere komplementäre Behandlungsmethoden haben insbesondere und spätestens dann Ihre Berechtigung, wenn schulmedizinische Therapie keine weitere Besserung der Beschwerden ermöglicht.

Resümee

Ich verfolge dieses kontrovers diskutierte Thema nun aufmerksam seit Jahren und stelle fest, dass sich die Fronten der Befürworter und der Gegner immer mehr verhärten. Die Berichterstattung gegen Homöopathie wird jedoch immer häufiger. Dies hat bereits Einfluss auf die Nachfrage an homöopathischer Begleittherapie in unserer Gemeinschaftspraxis Dr. Fabel, Zahnärzte in Bogenhausen.
Weniger Nachfrage führt aber automatisch auch zu weniger Anwendung durch uns Ärzte.
In unserer schnelllebigen Welt verlangen viele Patienten nach einer rasch wirksamen Therapie. Viele Patienten wollen lieber eine Medizin als gesund werden. Letztlich bleibt es aber jedem selbst überlassen, welchen Weg er gehen will.

Ich für meinen Teil bedauere jedoch den schleichenden Verlust an Wissen um die klassische Homöopathie und anderer komplementärer Methoden.

Unser ganzheitlicher Ansatz in der Gemeinschaftspraxis Dr. Fabel, Zahnärzte in Bogenhausen, hat Tradition. Scheuen Sie sich daher nicht auch in der Schmerztherapie nach naturheilkundlichen Behandlungsmethoden zu fragen. Zahnarzt und Homöopathie sind nicht widersprüchlich. Vereinbaren Sie einen Termin, wir werden Sie gerne ausführlich beraten.

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