Sprechzeiten
Mo. Mi. Do.:   8:00 - 12:00 & 13:00 - 18:00Uhr
Dienstag:   9:00 - 19:00 Uhr
Freitag:   8:00 - 12:00 & 12:30 - 14:30Uhr
Termine nach Vereinbarung


Cosimastraße 2
81927 München
Tel. 089 913055
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Parodontose Risikotest

Es steht also fest, dass die Parodontitis durch Bakterien, aber auch durch schlechte Mund- hygiene und Faktoren wie Stress, Rauchen und Medikamente hervorgerufen werden kann.

Es kommt jedoch auch durchaus vor, dass die Krankheit trotz intensiver Therapie ständig weiter voranschreitet, obwohl die oben genannten Faktoren nicht zutreffen.

In diesen Fällen ist es wahrscheinlich, dass der Grund für die Erkrankung im Immunsystem des Patienten liegt. Es gibt Menschen, deren Abwehrsystem gewissermaßen überempfindlich reagiert, indem es selbst bei Anwesenheit einiger weniger Bakterien große Mengen von Abwehrstoffen, die sog. Interleukine, ausschüttet. Diese Interleukine richten sich nun leider nicht nur gegen die Bakterien, sondern auch gegen eigene Körperzellen, so dass es in der Folge zu einem raschen und starken Gewebeabbau kommt.

Der Grundstein für diese Überempfindlichkeit ist an eine spezifische Ausprägung von Interleukin- Genen gebunden, die bei ca. 30% der Bevölkerung vorliegt. Der GenoType® PRT©-Test (Anmerkung: Fa. Hain Diagnostika GmbH oder ähnliche Tests) bringt schnell, sicher und schmerzfrei Klarheit darüber, ob ein Patient dieses erblich bedingte Parodontitis- Risiko trägt oder nicht.

Ist ersteres der Fall, muss für solche Patienten ein entsprechender Prophylaxe- oder Therapieplan erstellt werden, um die Entstehung von parodontalen Krankheiten zu verhindern bzw. deren Fortschreiten deutlich zu verlangsamen. Kommt zu dieser erblichen Komponente ein weiterer Risikofaktor, wie das Rauchen hinzu, so erhöht sich das Risiko noch drastischer, während eine gute Mundhygiene das Fortschreiten der Parodontitis vermindert.

Anhand der folgenden Abbildungen wird ersichtlich, welchen Einfluss der Genotyp eines Patienten auf den Krankheitsverlauf hat. Bei einem PST-positiven Patienten schreitet die Parodontitis deutlich schneller voran, als bei einem vergleichbaren PST-negativen Patienten mit ähnlicher Mundhygiene.

Wird ein PRT-positiver Patient bei guter häuslicher Mundhygiene in ein spezielles Behandlungskonzept eingebunden, so kann der Zahnhalteapparat über Jahre hinweg stabilisiert und ein Zahnverlust aufgehalten werden.

Text und Bild: Hain Diagnostika GmbH Parodontitis ist erblich!