Myozentrik = Muskelgeführte, zentrale Lage
des Unterkiefers nach neuromuskulären Kriterien
(Jankelson, USA), zur Neupositionierung des
Unterkiefers mittels einer Aufbissschiene oder
eines Zahnersatzes.
• Kopfschmerzen
• Schmerzen hinter den Augen
• Schwindel
• Eingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit
oder Kieferklemme
• Taubheit in Fingern und Armen
• Nacken-, Schulter-, oder Rückenschmerzen
• Empfindliche Zahnhälse,
unerklärlicher Zahnverlust
• Ohrgeräusche oder Ohrenschmerzen
• Knacken oder Knirschen im Kiefergelenk
• Schmerzen im und um das Kiefergelenk
Bei einem oder gar mehreren dieser Symptome
fühlen Sie sich vielleicht angesprochen.
Die Ursache könnte eine chronische Krankheit
sein, die viele Namen hat. Vielleicht haben Sie
einen der folgenden schon gehört.
• Craniomandibuläre Dysfunktion
• Myofunktionelles Schmerzsyndrom
• Myofaciales dysfunktionelles Schmerzsyndrom
• Temporomandibuläres Schmerzsyndrom
• oder einfach nur Kiefergelenksbeschwerden
Die häufigste Ursache ist eine sogenannte
"Malocclusion" (schlechter Biss). Das heißt die
oberen und die unteren Zähne passen nur
ungenügend oder in falscher Ebene zueinander.
Die Zähne sind ein Bestandteil des skelettalen
Systems. Sie sitzen im Unterkieferknochen
der Mandibula. Dieser Unterkieferbogen endet
über die "aufsteigenden Äste" in die beiden
Kiefergelenksköpfchen, welche über das rechte
und linke Kiefergelenk den Unterkiefer mit dem
Kopf genauer dem Schläfenbein (Os temporale)
verbinden. Die Zähne bzw. ihr Zusammenbiss
die sog. Occlusion dominiert somit die Kiefer-
gelenksposition.
Bei einer Malocclusion befindet sich Ihr skelettales
System in Disharmonie mit Ihrem neuro-
muskulärem System. Das bedeutet, dass
Ihre Zähne die Kau- bzw. Gesichtsmuskulatur
und das Kiefergelenk in eine verspannte
unnatürliche Position zwingen, jedes Mal wenn
sie zubeißen. Doch allein nur um zu
schlucken erfolgt dies über tausend mal am Tag.
Da der Kopf praktisch auf der Wirbelsäule balanciert,
beeinflusst die Kau- und Gesichtsmuskulatur
natürlich auch die Nacken- und Rückenmuskulatur
und umgekehrt. Somit ergeben sich eine weitere
mögliche Ursachen für Ihre Beschwerden bzw.
Malocclusion.
Dies sind:
• Beckenschiefstand
• Haltungsschäden
• HWS-Syndrom
• Schleudertrauma etc.
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Mit dem Computergestützten K6-I Diagnostik-
system der Firma MYO-TRONIC, Inc.
ESG = Elektrosonographie, die viel exakter als
ein Stethoskop Kiefergelenksgeräusche wahrnimmt, analysiert und zeitgleich in Beziehung zur Unterkieferbewegung darstellt. Ein wichtiges
Instrument, um Ihre Gelenke auf Schäden und
deren Therapiemöglichkeit zu untersuchen.
EMG = Elektomyographie, eine Messung der
(Kau-)Muskelaktivität hinsichtlich ihres Zustandes
während Ruhe- und Funktionsphasen. Nur ein
ausgeglichenes möglichst niedriges Ruhepotential
ermöglicht uns maximale Effektivität.
Zeitgleiche dreidimensionale Darstellung der
Unterkieferbewegungen, um Ihre ideale Position
zu konstruieren.
Mittels einer speziellen Therapie (niederfrequentes TENS)
werden über elektrische Impulse verkrampfte
Muskeln entspannt, die Kiefergelenke werden dabei
dekomprimiert und die optimale Beziehung zwischen
Oberkiefer und Unterkiefer als sog. Myozentrik fixiert.
Die Diskrepanz zwischen der Myozentrik und
dem schlechten Biss wird meist mit einer Aufbiss-
schiene ausgeglichen. Nach ausreichender
Besserung der Beschwerden und ev. Begleit-
therapie durch Osteopathen, Krankengymnasten
oder ähnlichen Therapeuten ist nach ca. sechs
Monaten eine Umsetzung der Schiene in das
Kausystem auf verschiedenen Wegen zu erreichen,
oder eine Dauerschienentherapie zu wählen.
